Atem und Bewegung

Atem und Bewegung

Ein Schlüssel zum Üben mit und an Atem und Bewegung ist die Achtsamkeit.
Wir lernen zunächst auf den Atem zu lauschen.
Dabei können wir deutlich drei Phasen des Atems in Ruhe wahrnehmen: Einatem – Ausatem – Atempause.
Gelingt es, die Atempause zuzulassen, wird der Einatem als eigenständig wirkende Kraft erfahren.
Alle Bewegungsübungen schließen daran an. Der Atem führt die Bewegung und die Bewegung wiederum wird den Atem vertiefen.
Dabei kann die gestaltende Kraft des Ausatems durch die tönende Stimme unmittelbar erlebt werden.
Je nach Art der Übung können wir drei Atemräume unterscheiden, die in ihrer Wirkung sehr verschieden sind.

Die Arbeit am unteren Raum wird Füße, Beine und Becken in ihrer Präsenz und Tragfähigkeit stärken. Lebendigkeit stellt sich ein, wenn Fußgelenke, Knie und Hüftgelenke freier werden. Der Kontakt zum Boden gibt Sicherheit und schafft die Voraussetzungen zum Loslassen-Können in Schultern, Armen und Rücken.

Der mittlere Raum spricht die Flankengegend an. Die Zwerchfellschwingung wird hier wahrgenommen.
Übungen hierfür werden als ausgesprochen kontaktfördernd erlebt.

Der obere Raum umfasst den Brustkorb, Schultergürtel, Hals und die Arme. Durchlässigkeit und Belebung in dieser Region werden als Leichtigkeit und geistige Wachheit erfahren.

Der Kopf hingegen enthält Entsprechungen zu allen 3 Räumen.